FACEBOOK SPAM: ein Überblick zu aktuellen Facebook Viren und Trojanern
FACEBOOK SPAM: ein Überblick zu aktuellen Facebook Viren und Trojanern
In letzter Zeit wird das soziale Netzwerk Facebook immer wieder von Spam und Trojanern heimgesucht. Das Netzwerk mit über 600 Millionen aktiven Nutzern ist ein wahres Paradies für Initianten solcher Schädlingen. Dabei ist aufgefallen, dass sich der Spam in zwei Arten unterscheiden. Auf der einen Seite werden clever getarnte Trojaner beim Download auf den heimischen Computer eingeschleust, welche sich unbemerkt verbreiten und sensible Daten wie Passwörter oder Bankdaten ausspionieren. Auf der anderen Seite werden Links, mit interessantem, meist pornografischem Inhalt, von verschiedenen Freunden auf Facebook wie ein Lauffeuer verbreitet, welche die Nutzer mit einem angeblichen Video locken. Anstelle eines Videos wird man auf eine Seite oder weitergeleitet oder eine Werbung erscheint. Beim Anklicken dieser Werbung kassiert derjenige, der die Werbung aufgeschaltet hat, eine Provision vom Affiliate-Partner.
Die beiden Spam-Typen im Überblick
Trojaner (Koobface) auf Facebook: Dies ist definitiv ein gefährlicher Virus und kann nachhaltigen Schaden auf dem eigenen Rechner verursachen. Das Vorgehen bei Koobface ist fast immer identisch: Der Nutzer erhält, ohne das Wissen von einem Freund, eine Nachricht per Chat mit einem Link. Klickt man den Link an, wird man weitergeleitet und aufgefordert, eine Datei (meist .EXE) herunterzuladen. Installiert man anschließend das Programm, dann ist es passiert. Der Trojaner installiert sich meist unbemerkt auf dem Computer und spioniert Passwörter, Bankdaten und andere sensible Daten aus und verschickt sie fremde Personen. Der Trojaner kann sich per E-Mail-Adressbuch oder Messenger an Freunde und Bekannte weiterverschicken. Hat man diesen Trojaner auf dem Computer, wird oft der Zugang zu Facebook für einige Stunden blockiert. Der Trojaner kann aber mehr als nur Passwörter ausspionieren. Ist er besonders hartnäckig, zerstört er sämtliche Daten auf dem heimischen Computer und oft bleibt das Aufsetzen des Betriebssystems die einzige Lösung. Welche Trojaner wie getarnt sind, lesen Sie etwas weiter unten.
Spam auf Facebook: Momentan kursieren sehr kreative Spam-Links mit angeblichen Videos auf Facebook, welche sich durch das Posten von Freunden, wie ein Lauffeuer verbreitet. Dabei ist das Vorgehen immer: Ein interessantes Video mit erotischen oder Ähnlichem Inhalt wird mit einem kurzen Text und einem Link gepostet. Klickt der Nutzer auf den Link, wird man auf Facebook auf eine ähnlich aufgebaute Seite wie YouTube weitergeleitet. Hier soll man angeblich das Video anklicken. Beim Anklicken wird aber kein Video gezeigt, sondern es öffnet sich ein Werbefenster oder eine andere Webseite. Oft wird man noch aufgefordert, an einem Gewinnspiel oder Test teilzunehmen und anschließend die Handynummer zu hinterlassen. Macht man das, kommt postwendend eine Bestätigungs-SMS mit einem Geldbetrag, den man nun bezahlen soll. Die Macher dieser Spam-Links sind sehr kreativ und es kursieren momentan mehrere Dutzend solche Links auf Facebook. Einige Akutelle finden Sie hier auf dieser Seite.
Trojaner (Koobface) verbreitet sich rasend per Chat-Nachricht auf Facebook
Koobface ist kein unbekannter Wurm auf Facebook und taucht seit 2008 immer wieder auf Facebook auf. Letztes Mal in dieser hahah-Version über den Facebook-Chat. Doch diesmal gehen die Macher des Trojaners noch cleverer vor und tarnen den Trojaner wirklich gut.
Wie gewohnt erhalten die Nutzer von Facebook einen Link über den Chat, in dem behauptet wird, dass der Nutzer selber im Video zu sehen ist. Momentan erhält die Chat-Botschaft mit dem Link folgende Nachricht: „Hey, What the hell are you doing in this video? Ist his dancing or what? Bahahaha. Diese Nachricht sollte man auf keinen Fall anklicken. Ansonsten wird man auf eine gefälschte Youtube-Seite weitergeleitet, welche den Nutzer auffordert, ein Update für den Flash-Player herunterzuladen. Dahinter versteckt sich aber ein Trojaner, welcher sich nach dem Download automatisch auf dem Computer installiert. Neben dem Ausspionieren von sensiblen Daten wie Passwörter verschickt der Trojaner Phishingmails, verbreitet sich per Facebook-Chat an Freunde und bei Suchanfragen bei Google und Yahoo wird man auf dubiose Seiten weitergeleitet. Zudem wird der PC und die Internetverbindung langsamer.

Sie sieht die Chat-Meldung des gefährlichen Trojaners aus. Auf keinen Fall anklicken!
Wie Sie diesen hartnäckigen Trojaner loswerden, lesen Sie hier.
Die aktuellen Spam-Meldungen auf Facebook
Momentan verbreiten sich Spam-Videos auf Facebook wie ein Lauffeuer. Meist wird von einem Freund ein angebliches YouTube Video mit einem Link gepostet. Das Video enthält eine spannende Überschrift, sodass die meisten Facebook-Nutzer darauf reinfallen und den Link anklicken. Nun wird man an eine Seite weitergeleitet und muss noch das Video anklicken. Doch anstelle des Videos öffnet sich ein Pop-up Fenster mit Werbung oder man wird auf eine dubiose Webseite weitergeleitet. In vielen Fällen kann man angeblich etwas gewinnen oder muss an einem Quiz teilnehmen und man wird aufgefordert, die Handynummer zu hinterlassen. Anschließend erhält man eine SMS mit einem großzügig bemessenen Betrag, den man bezahlen soll. Neben diesem lästigen Spam können natürlich auch diese Links Trojaner enthalten.
Mit diesem Spam werden die Daten von Facebook-Nutzern gestohlen und es wird eine Menge Geld damit verdient. In vielen Fällen arbeiten die Programmierer solcher Spam-Meldungen mit Affiliate-Partner zusammen. Pro Klick erhalten diese dann eine Provision.
Die Videos tarnen sich mehr oder weniger immer nach dem oben genannten Schema. Da zurzeit sehr viele solche Spam-Meldungen auf Facebook verbreitet werden, ist es unmöglich, hier alle aufzuzeigen. Ich nenn einmal diese, mit denen ich täglich auf Facebook konfrontiert werde:
VIDEO-FAKE auf Facebook: Heißes Stripvideo von Superstar-Kanditaten aufgetaucht
Ein momentan sehr häufig angeklicktes Video ist ein angeblicher Strip eines Superstar-Kanditaten. Dies ist natürlich völliger QUATSCH. AUF KEINEN FALL ANKLICKEN!!!!!!!!!!!! Das Ganze läuft wie oben beschrieben hab. Hier eine kleine Bildergalerie, wie die einzelnen Schritte aussehen.
So sieht der gepostet Link auf Facebook aus.

Nach dem Anklicken wird man auf diese Seite weitergeleitet.

Wenn man auf Play drückt, passiert gar nichts.

Daher klicken die meisten User auf Download

Und schon landet man auf der kostenpflichtigen Seite von Firstload.

VIDEO-FAKE auf Facebook: Watch Christina Aguilera get arrested just minuts ago!
Etwa nach dem gleichen Muster wie in obigem Beispiel ist die Spam-Meldung mit Christina Aguilera aufgetaucht.
So sieht die Spam-Meldung von „Watch Christina Aguilera get arrested just minuts ago!“ aus:

Klick man die Seite an, wird man auf diese Seite weitergeleitet:

Das Logo ähnelt sehr dem von YouTube, was natürlich überhaupt nicht dem entspricht. Nicht anklicken!
VIDEO-FAKE auf Facebook: Dschungelnervensäge verliert bei Modeschau Top
Dies sonst schon nicht gerade von Niveau gekennzeichnete TV-Show Das Dschungelcamp ist natürlich auch Facebook vertreten. Diesmal allerdings nicht im rosaroten Kleid von Dirk Bach, sondern durch eine Kandidatin, die angeblich ihr Top verliert. NATÜRLICH ABSOLUTER SCHWACHSINN! Dies ist ebenfalls nur Spam.
So sieht die Meldung der Dschungelnervensäge aus:

Klickt man das Video an, wird man auf diese Seite weitergeleitet:

Das Video nicht anklicken, das es natürlich nur Spam ist.
VIDEO-FAKE auf Facebook: Der größte Idiot auf der Welt
So sieht die Spam-Meldung des angeblich größten Idioten aus:

Klick man die Meldung an, wird man auf diese Seite weitergeleitet:

Weitere FAKE-Videos auf Facebook
Links und Videos, welchen ähnlichen Inhalt wie oben beschrieben enthalten, ist Spam. Auch wenn sie noch so verlockend sind: Anklicken unbedingt vermeiden. Hier noch zwei weitere Videos, welche ebenfalls Spam sind:


So erkennen Sie echte Links von Fake-Links
Die Macher der Spams und Trojaner werden immer besser und oft ist es für einen Laien auf den ersten Blick nicht ersichtlich, ob es sich um einen echten oder einen gefakten Link handelt. Doch der Ablauf von Fake-Links ist immer derselbe: Es wird ein Video mit einem Link gepostet. Klickt der User den Link an, wird er auf eine externe Seite, Gruppe oder Ähnlichem verwiesen. Dort beginnt das eigentliche Chaos erst. Entweder muss der Nutzen die Nachricht „TEILEN“ oder auf „GEFÄLLT MIR“ klicken, sodass die Nachricht an Freunde weitergeleitet wird und zum anderen müssen zusätzliche Applikationen installiert werden oder Quiz beantwortet werden.
Ein kleiner Vergleich zwischen echten und falschen Links:

Hat ein verdächtiger Link eines der oben genannten Merkmale, handelt es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um Spam.
Wie sieh sich effizient vor Spam und Trojaner auf Facebook schützen und was Sie machen können, wenn Ihr Computer bereits infiziert ist, lesen Sie HIER.
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